Startseite Slider

In Allgemein veröffentlicht | Kommentare geschlossen

Unsere Öffnungszeiten

Wir sind jeden 2. und 4. Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr für Sie da.

Es gelten bestimmte Einlass- und Hygienebedingungen, die Sie unserer derzeit geltenden Hausordnung entnehmen können. Sie finden Sie am Museumseingang.

Eine Auflistung der Öffnungstage und Termine finden Sie unter Besucherinformation


 

In Aktuell veröffentlicht | Kommentare geschlossen

22.01.2023 Eröffnung der Brennhütte/Waschküche

Enthüllung der LEADER-Plakette durch Ina Stirm, Claus Haberecht, Hans-Peter Braun sowie Jürgen Bäuerle (von links nach rechts). Im Hintergrund Siegfried Kunzelmann. (Foto: Wolfgang Moench)

Isabelle Demont als Johanna Lohne erfreulich lebendig (Foto: Wolfgang Moench)

Besucher in der Waschküche (Foto: Wolfgang Moench)

Die Einweihung der neugestalteten Brennhütte und der Waschküche in der Geiserschmiede Bühlertal stellte sich, trotz des für Schneeausflüge geeigneten Wetters, als Besuchermagnet heraus. Zahlreiche Gäste, vorwiegend aus der näheren Umgebung, schlenderten interessiert durch die 2019 eröffnete Ausstellung „Bühlertal im Wandel der Zeit“, schauten den beiden anwesenden Hobbyschmieden Kalle Holub und Ralf Häußler über die Schultern und genossen die aufgetischten Köstlichkeiten des Helferteams. Höhe- und Zielpunkt war selbstverständlich der Besuch der neu eingerichteten Brennhütte und der Waschküche. Der Bühlertäler Richard Hörth nahm dort die Gäste in Empfang, erklärte ein ums andere Mal die verschiedenen Aspekte des Schnapsbrennens und unterstrich dies durch die Verköstigung seiner flüssigen und hochprozentigen Gaumenfreuden. Das Bügeleisenquiz stellte die Besucher vor große Herausforderungen, galt es doch, drei Bügeleisen nach ihrer Schwere zu beurteilen. Die drei Eisen wurden ein ums andere Mal prüfend in die Höhe gehalten, es wird gemutmaßt und verglichen. Sechs Kilo wiegt das Schwergewicht darunter. „Puh, damit die Wäsche eines ganzen Haushaltes zu bügeln, ist Schwerstarbeit“ ist sich die Mutter dreier Kinder sicher. „Auch ich muss viel bügeln, aber mein Eisen wiegt maximal ein Drittel“. Der Respekt vor der Leistung solcher Arbeiten wächst merklich. Auch der Film vom Wäschewaschen in vergangenen Zeiten, noch ohne Waschmaschine und Trockner, beeindruckte und sensibilisierte für die typischen Aufgaben der Frauen in vergangenen Zeiten. Der Spruch auf einer Texttafel „Wenn Frauen waschen und wursten, müssen Männer und Kinder hungern und dursten“ wurde daher viel kommentiert und diskutiert.

Die Begrüßung der Gäste an diesem Tag fällt ein wenig ungewöhnlich aus. Schließlich sprach eine Dame, die 1891 zusammen mit ihrem zweiten Ehemann die Mühle in eine Schmiede umfunktioniert und seit 116 Jahren tot ist. Es ist Johanna Lohne, deren Sohn aus erster Ehe Anton, die Tradition der „Geiserschmiede“ in diesem Haus begründete.   Isabelle Demont aus dem Helferteam des Museums war in ihr historisches Kostüm geschlüpft und erläuterte anschaulich die familiären Hintergründe, den Beginn der Schmiededynastie im heutigen Museum und die alltäglichen harten Arbeitsbedingungen. Hans-Peter Braun, Bürgermeister und erster Vorsitzender des Fördervereins Museum Geiserschmiede Bühlertal e.V. begrüßte anschließend und hob die finanzielle Unterstützung durch die Leader-Aktionsgruppe Mittelbaden hervor, ohne deren Zuschuss die Realisierung der Umbaumaßnahme nicht möglich gewesen wäre. Claus Haberecht, 1. Vorsitzender des angesprochenen Vereins, der zusammen mit Geschäftsführerin Petra Wagner den Verein vertrat, animierte anschließend dazu, die verschiedenen Fördermöglichkeiten wahrzunehmen und auszuschöpfen. Schließlich seien auch in der erst kürzlich erweiterten Leader-Region finanzielle Mittel zur Unterstützung ganz verschiedener Projekte vorhanden. Ein herzliches Dankeschön an alle an der Umsetzung beteiligten Firmen, Leihgeber, Unterstützer und allen voran dem äußerst engagierten Helferteam des Museums sprach Museumsleiterin Ina Stirm aus.

Herzlich danken wir der Leader-Region Mittelbaden für die finanzielle Unterstützung. Ohne sie hätten wir diese Maßnahme nicht  durchführen können.


 

In Aktuell veröffentlicht | Kommentare geschlossen

Imagefilm

Mit Stolz präsentieren wir den Imagefilm unseres Hausfotografen und Filmemachers Wolfgang Moench.

Unzählige Arbeitsstunden stecken in einem Filmprojekt. Das weiß jede/r, der/die sich schon einmal damit beschäftigt hat. Die eigentlichen Dreharbeiten sind dabei gar nicht das Aufwendigste. Die Vorbereitungen mit der Erstellung des Drehbuches, die Absprache mit den Beteiligten, eventuelle Vorarbeiten der Kulisse und vor allem anschließend das Schneiden des Filmes und die Bearbeitung einzelner Bilder sind langwierige und intensive Arbeiten. Dies konnte der Hobbyfotograf und –filmer Wolfgang Moench, seit 2015 im Museum Geiserschmiede als ehrenamtlicher „Haus- und Hoffotograf“ tätig, am eigenen Leib spüren. „Das Projekt war eine große Herausforderung, die zugleich unheimlich viel Spaß gemacht hat. Die Absprachen mit dem Helferteam und unserer Schauspielfamilie hat super funktioniert.“
Ganz begeistert ist er von den vier Mitgliedern der Bühlertäler Familie Karcher, die sich unverkrampft und ohne Hemmungen der Kamera präsentierte. Es scheint fast so, als wären sie schon unzählige Male vor der Kamera gestanden. Doch auch die Schmiedemannschaft mit Sepp Nöltner, Ralf Häußler und Rüdiger Bahrmann zeigt sich locker. Sie hauen ein ums andere Mal auf das glühende Metall, so dass die Funken sprühen und der Schweiß rinnt. Stimmungsvolle Bilder sind dort entstanden, welche die unvergleichliche Atmosphäre in der rußgeschwärzten Werkstatt wiedergeben. Ruhig und fast bedächtig präsentieren sich hingegen die Arbeiten am hauseigenen Brennkessel. Dort lassen sich Siegfried Kunzelmann und Gerd Seifermann beim Brennen des hauseigenen „Schmiedewässerles“, über die Schulter schauen. Auch hier brennt das Feuer und es ist viel körperlicher Einsatz gefragt, bis das flüssige Nass in der gewünschten Qualität aus dem Kupferrohr fließt.
„Ein Film, der unser Haus in all seinen Facetten präsentiert und auf der ganzen Welt abrufbar ist, ist schon lange ein Wunsch“, so Museumsleiterin Ina Stirm. „Ich bin sehr beeindruckt, wie professionell Wolfgang das Projekt angegangen ist und wie wunderbar das Ergebnis geworden ist“. Gleich mit zwei Kameras wurden einzelne Szenen gedreht. Günter Meier, der ebenfalls im Helferteam tätig ist, filmte mit einer Handkamera, so dass Einstellungen aus verschiedenen Perspektiven gezeigt werden können.

Sehr freut es das Team, dass noch ein weiterer Film, quasi als Abfallprodukt des Imagefilmes entstanden ist. Es ist eine etwas ausführlichere Version zum Schnapsbrennen, mit eingeblendeten Erklärungen zum Vorgang. Dieser ist am Sonntag, den 22.01.2023 ab 14 Uhr im Museum zu sehen. Dann nämlich eröffnet das Museumsteam die neugestaltete Brennküche und die Waschküche im Museumsgarten. In beiden Räumen präsentieren sich Filme von Wolfgang Moench. Jener zum Brennen und eine ganz eigenständige Produktion zum Thema Wäschewaschen in vergangenen Zeiten.
Das Museum ist am 22. Januar bei freiem Eintritt von 14 bis 18 Uhr geöffnet.


 

In Aktuell veröffentlicht | Kommentare geschlossen

Mäuse im Museum

Von geklauten Sauerkrauttöpfen, einem in letzter Minute verhinderten Unglück einer Hornschlittenfahrt, von pfiffigen Stadtmäusen und selbst einer Geiserschmiedenmaus war die Rede am vergangenen Sonntag im Bühlertäler Museum Geiserschmiede.
Mit tragender Stimme und entsprechender Gestik untermalt, den Sauerkrauttopf vor den Füßen, umgeben von seinen Mäusefiguren saß der Rastatter Buchautor Hans Peter Faller auf dem Sessel, erzählt und durchlebt förmlich eine seiner neuesten Geschichten von Ludwig der Stadtmaus, die eigentlich in Rastatt wohnt. Handlungsort der Geschichte ist dennoch Bühlertal, allerdings vor ungefähr 130 Jahren. Die unterhaltsamen Erzählungen des Autors sind das eine. Sein Anspruch, den jüngeren Generationen die Geschichte ihrer Heimat nahezubringen, das andere. Folgerichtig beginnt jede seiner Geschichten mit der Skizzierung des historischen Ortes und der Lebensumstände in der jeweiligen Epoche. Bildung wird kindergerecht verpackt und mit spannenden und immer auch lustigen Geschichten garniert.

Auch diesmal ist ihm dies in der Geschichte „Von Sauerkraut, einer Hornschlittenfahrt und der Geiserschmiede“ gelungen. Gebannt hören die jungen und auch älteren Zuhörer zu. Ohne einen Mucks lauschen sie den Abenteuern der Protagonisten, die Hans Peter Faller gekonnt und mitreißend zum Besten gibt. Übung darin hat er zweifellos. Seit Jahren liest er in Museen, Schulen, Kindergärten und anderen Einrichtungen im Landkreis Rastatt, seine Mäusefreunde immer im Gepäck. Seine Bücher gehören in einigen Schulen und Kindergärten zur Standardliteratur, denn selten wird Heimatgeschichte so unterhaltsam vermittelt. Wann allerdings die jüngsten Geschichten aus Bühlertal und weiteren Ortschaften als illustrierter Band erscheinen, ist ungewiss. „Die Papierpreise lassen derzeit keinen Druck zu“, so der Autor betrübt „das einzelne Buch wird viel zu teuer“.
Trösten kann man sich daher mit den bisher erschienenen Publikationen des Autors, die über seine Homepage bestellt werden können: www.ludwig-die-stadtmaus.de

Hans Peter Faller bei der Lesung in der Geiserschmiede umrahmt von seinen Mäusefreunden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

In Aktuell, Veranstaltung veröffentlicht | Kommentare geschlossen

Waschtag im Museum

Im schwarzen Sonntagskleid steht sie in der Küche und sortiert die Wäsche für den anschließenden mühsamen Waschtag.
Schnitt.
Im Alltagskleid und mit den schweren Holzschuhen an den Füßen tritt sie geräuschvoll aus der Waschküche. Im Weidenkorb trägt sie die Wäsche zum bereitstehenden Waschzuber im Garten. Schließlich scheint heute die Sonne und das kräftezehrende und zeitraubende Wäschewaschen kann im Freien und muss nicht in der beengten Waschküche erfolgen.
Schnitt.
Mühsam schleppt sie den schweren Wassereimer die schmale und unebene Treppe aus dem Bachlauf hinauf und füllt den Inhalt in den Waschzuber.
Schnitt.
Es ist Drehtag im Bühlertäler Museum Geiserschmiede und es dauert schon seine Zeit, bis alle Szenen im Kasten, bzw. in den zwei Kameras sind.
Vor der Kamera demonstriert Isabelle Demont den mühevollen Waschtag früher – ganz ohne Elektrizität und fließend Wasser.
Hinter den Kameras stehen Wolfgang Moench und Günter Meier und geben Anweisungen zum Ablauf und zur Darstellung. Alle Teilnehmer sind im ehrenamtlichen Helferteam der Geiserschmiede engagiert und haben sichtlich Spaß an der gemeinsamen Arbeit. Die Dreharbeiten sind nach knapp drei Stunden abgeschlossen. Endlose Stunden am heimischen Computer werden folgen, an denen Wolfgang Moench die Szenen sichten und schweren Herzens zu einem lediglich 3-Minütigen Film zusammenschneiden wird.
Der fertige Film wird ab Herbst in der Brenn- und Waschküche des Museums zu sehen sein. Dann werden die beiden Räumlichkeiten im neuen/alten Glanz erstrahlen. Eine teilweise neue Einrichtung mit neuen Vitrinen, Schränken und Texttafeln werden den Raum beleben und so die Geschichte der Hütte, des Schnapsbrennens, des Wäschewaschens sowie der Körperhygiene erlebbar machen.
Zugegeben, die Wäsche wird heute im Museum nur noch selten auf diese Weise gewaschen. Daher die Notwendigkeit eines Films, der von dieser Plackerei erzählt.


 

In Aktuell veröffentlicht | Kommentare geschlossen