Ortsgeschichte

„Bühlertal im Wandel der Zeit“ – Unsere Dauerausstellung zur Geschichte Bühlertals

In der Ausstellung werden Tradition und Moderne verbunden.
Es ist eine historisch angelegte Ausstellung, die sich in frischen, freundlichen Farben und mit einer äußerst ansprechenden Optik präsentiert.
Es ist zugleich eine äußerst vielseitige Ausstellung, die mit den Sinnen erlebt werden kann: sehen – tasten – hören – riechen.
Die Besucher sind aufgefordert, die Ausstellung selbst zu entdecken. Anfassen ist ausdrücklich erwünscht. Überall dort, wo sie das historische Schmiedezeichen der Geiserschmiede entdecken, dürfen sie selbst Hand anlegen. Wird der Topfdeckel auf dem Herd angehoben, entströmt ihm der unverwechselbare Geruch nach Sauerkraut. Der „Waldraum“, der zugleich die Sägewerke und Steinbrüche thematisiert, wird untermalt durch den Duft nach Nadelhölzern, das Zwitschern der Vögel und die Geräusche des Presslufthammers und der Sprengungen im Steinbruch. Schubladen und Schranktüren dürfen und sollen ausdrücklich geöffnet werden. Die Idee hinter den zahlreichen Schubladen: Die Besucher werden nicht mit einer Fülle von Objekten „erschlagen“, vielmehr können sie selbst entscheiden, wie viele Informationen sie erhalten möchten.
Vertiefende Einblicke erhalten die Besucher zudem mittels Hörstationen und Bildschirmen, auf denen Fotos und Filme gezeigt werden.
Herzstück des Museums ist das „Museumskino“, in dem zahlreiche historische Filme, vorwiegend aus den 1930er/1940er Jahren gezeigt werden. Das Thema Skispringen im Höhengebiet ist ebenso vertreten wie Badefreuden am Sandsee, ein Vergnügen, das durch die angeleiteten „Leibesübungen“ offensichtlich noch gesteigert wurde. Ein neuer Film des ehrenamtlichen Museumshelfers Günter Meier gibt Auskunft über die Veränderungen, die sich in der Gemeinde Bühlertal ergeben haben. Zwei Fotos aus derselben Perspektive, jedoch in verschiedenen Jahrzehnten aufgenommen, verdeutlichen dies.
Ein weiteres Highlight stellt der Multitouch-Tisch dar, ein Alleinstellungsmerkmal in der hiesigen Museumslandschaft. Diese Computerstation soll die eigenständige Recherche nach Firmen, Betrieben, Personen, Vereinen, Flurstücken etc. ermöglichen. Der Tisch ist darauf angelegt, permanent erweitert zu werden, so dass neue Erkenntnisse und Rechercheergebnisse, auch von Privatpersonen und Schülern, jederzeit ein gepflegt werden können. Doch auch spielerischer Inhalte sind abrufbar. Es darf gepuzzelt und gerätselt werden, ob z.B. der Bühlertäler Ausdruck „Buggelronzer“ ein Schulranzen, ein Traktor, ein Raupenfahrzeug, oder ein Bergläufer ist. Sollten Sie sich das auch fragen: Es ist der Schulranzen.
Der Mutlitousch-Tisch wird durch diese spielerischen Elementen gern von Kindern genützt. Für Kinder gibt es noch weitaus mehr zu sehen und zu erleben. Ausgestattet mit einer Kinderkarte können sie die Ausstellung ganz genau durchforsten und dürfen die Karte an verschiedenen Stationen abstempeln, anmalen, beschriften oder auch lochen. Mit Feuereifer machen sich selbst die jüngsten Besucher auf die Spuren des Schmiedejungen Dunni, der sie auf dem Weg durch die Ausstellung anleitet. Je nach Alter können sie so ganz allein die Ausstellung erleben. Die Eltern können derweil in aller Ruhe und im eigenem Tempo sehen – tasten – hören – riechen.

Die Ausstellung wurde von Michael Welsch, Ing.Büro Wegweiser, Sinzheim geplant, gestaltet, Korrektur gelesen und die Umsetzung koordiniert. 

 

 

  • Blick durch die Räume, Foto: Wolfgang Moench
  • Der Multitouch-Tisch im Fokus, Foto: Wolfgang Moench
  • Den Weinbergen nachempfunden: die stufenförmige Präsentationsfläche in Raum 1, Foto: Wolfgang Moench
  • Der Wald im Museum, Foto: Wolfgang Moench
  • Chronologie der Geschichte, Foto: Wolfgang Moench
  • Sträßler/Steinbrüche, Foto: Wolfgang Moench
  • AVOG, Foto: Wolfgang Moench
  • Der Weinkeller, Foto: Wolfgang Moench
  • Das weltbeste Linzertorten-Rezept als Postkarte zum Mitnehmen, Foto: Wolfgang Moench

Die Ausstellung wird finanziert von der Gemeinde Bühlertal sowie:

Vorhaben des Maßnahmen- und Entwicklungsplans Ländlicher Raum Baden-Württemberg 2014-2020 (MEPL III)
Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete