Von Bienen, Drohnen, Königinnen und Ihren Leckereien

Ein ganz besonderes Erlebnis hatten die Kinder beim ausgebuchten Kinderferienprogramm „Schmiede & Bienen“.

Begrüßt wurden die Ferienkinder von Isabelle Demont vom Museum Geiserschmiede und Uli Braun von Cum Natura.

Gleich zu Beginn zeigte die Hobbyimkerin Uli Braun einen spannenden Film über die Gefahren und Vorzüge der Bienen, die in einem Bienenstock leben im Vergleich zu Bienen, die ausschwärmen und sich im Wald in einem hohlen Baumstumpf niederlassen.
Danach ging es raus zum historischen Bienenhaus im Museumsgarten. Dort haben die Kinder die Bienen beim Ein- und Ausflug beobachtet und festgestellt, dass trotz emsigem Treiben eine gewisse Ordnung herrscht und keine Biene mit der anderen kollidiert. Außerdem trugen einige Bienen bunte „Päckchen“ an ihren Hinterbeinen in den Bienenstock. Uli Braun erklärte, dass es sich hierbei um Blütenpollen handelt den die Arbeiterinnen als Kraftfutter in den Blüten sammeln und eintragen. „Die fleißigen Plüschkugeln müssen erst mal auf dem Flugbrett landen, bevor sie in den Bienenstock krabbeln. Kein Wunder, denn die Fracht mit vollem Honigmagen und gefüllten Pollenhöschen ist ziemlich schwer“, erklärt die Imkerin.
Die Ferienkinder haben gelernt, dass eine Biene sechs Beine, vier Flügel und sogar fünf Augen hat. Bienen haben aber keine Ohren. Wie können sie sich dann untereinander austauschen? Und mitzuteilen gibt es ja zum Beispiel, wenn eine Biene eine lecker Nektarquelle gefunden hat.
Da gibt es eine besondere Sprache, nämlich die Tanzsprache. Die Biene kann mit ihrem Rundtanz und dem Schwänzeltanz den anderen Bienen genaustens mitteilen, wo und in welcher Entfernung es leckeren Nektar zu holen gibt. Die Tänze wurden auch gleich begeistert auf der Wiese nachgetanzt.
Danach begab man sich auf Entdeckungstour zum Bienenschaukasten im Museumsgarten. Zu finden galt es die Bienenkönigin. Da diese mit einem roten Punkt gekennzeichnet war, wurde die „Majestät“ schnell entdeckt. Die Kinder haben auch einige Bienen gesehen, die kopfüber fast ganz in der Wabe steckten und die Larven gefüttert haben. Zu bestaunen gab es tatsächlich auch eine Biene, die gerade getanzt hat.
Nach so vielen großartigen Beobachtungen konnten die Kinder dann auch gleich drei verschiedene Honige testen und nach Aussehen, Farbe, Konsistenz, Geruch und Geschmack beurteilen. Es ist immer wieder spannend, wie unterschiedlich Honig schmecken kann. Sehr schnell stand für die einzelnen Kinder der jeweilige Lieblingshonig fest.
Zum Pausenvesper konnten die Kinder noch eigens eine leckere Honiglimonade herstellen und gleich den Durst damit löschen.
Anschließend sind Isabelle Demont und Uli Braun mit den Ferienkindern wieder ins schattige, kühle Museum zurückgekehrt, um dort noch eine echte Bienenwachskerze zu fertigen. Dabei haben die Kinder auch gelernt, wie fein Bienenwachs riecht und wie hochwertig es ist. Die Honigbiene produziert das Bienenwachs selbst und braucht für das „Schwitzen“ von einem Kilogramm Wachs, die Energie von sieben Kilogramm Honig.

Nachdem so viel Wissensdurst gestillt wurde, ging es mit Isabelle Demont noch auf eine kurze Tour durch die Ausstellung im Museum Geiserschmiede. Sie hat den Kindern auch gezeigt, dass es eine Kinderkarte gibt, mit der man intensiv im Museum auf Entdeckertour gehen kann. Viele Objekte wurden im Museum ganz genau untersucht, die historischen Küchengerätschaften wurden bestaunt und getestet und unzählige Fragen gestellt und kindgerecht beantwortet.
Mit einem Kopf voll neuer Eindrücke und einer Tüte voller schöner Inhalte wurden die Kinder nach einem sehr kurzweiligen Programm wieder abgeholt.

Vielleicht sehen wir uns bald wieder mit der Kinderkarte im Museum?

In der historischen Museumsküche stehen allerlei merkwürdige Geräte herum, die fast alle ohne Strom auskommen. Komisch? Nicht mehr für die neuen Experten. (Foto: Uli Braun)

Welcher Honig schmeckt mir am besten? (Foto: Isabelle Demont)


 

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