1. und 2. Adventswochenende: Krippenausstellung als Teil vom „Tal der 1000 Lichter“ der Gemeinde Bühlertal

Detail der Krippe von Yvonne und Marcus Schulz

„Ich habe das Eichhörnchen gefunden“, ruft die sechsjährige Anna begeistert ihren Eltern zu. Sie steht ganz aufgeregt im Museum Geiserschmiede, wo am 1. und 2. Adventswochenende Krippen aus Bühlertäler Haushalten ausgestellt waren. Und tatsächlich, dort auf dem Balken des Miniaturstalls sitzt das kleine Nagetier. Darunter stehen aber, wie es sich gehört, Maria und Josef mit dem Jesuskind in der Futterkrippe, daneben der Ochs und der Esel. Moment einmal, was such denn ein Eichhörnchen in einer Weihnachtskrippe? Yvonne und Marcus Schulz, die Leihgeber der Krippe verstecken das kleine Tierchen jedes Jahr. „Dadurch schauen sich vor allem Kinder die Krippe viel genauer an“, so ihre Begründung. Und tatsächlich kann das Helferteam des Museums feststellen, wie viele kleine und große Besucher dank der Aufforderung, das Eichhörnchen zu suchen, länger an der Krippe verweilen. Vielen Besuchern fallen dabei die zahlreichen Details auf. Die einen staunen über das mit Körben bepackte Kamel, die anderen bewundern den König, der sich scheinbar tanzend dem Geschehen im Stall nähert, noch andere freuen sich über das Toilettenhäuschen mit Herz in der Tür. „So etwas hatten wir früher auch im Garten stehen und tagtäglich benutzt“, wie sich eine etwas ältere Besucherin erinnert.
„Die figürliche Darstellung der Geburt Christi, der Anbetung durch die Hirten und der heiligen drei Könige ist eine tolle Möglichkeit, den Menschen die biblische Geschichte näher zu bringen“, so Museumsleiterin Ina Stirm. „Wir beklagen ständig die Konsumorientierung der Weihnachtszeit, doch hier bei der Darstellung der immer gleichen Szene verweilen die Menschen, beobachten ganz genau und werden häufig ganz still und in sich gekehrt. Das ist eins der vielen Weihnachtswunder“ ist sie sich sicher.
Doch nicht nur Krippen waren dieser Tage im Bühlertäler Museum zu bestaunen. Das ehrenamtliche Helferteam hat viel auf die Beine gestellt, um den Besuch so vielseitig wie möglich zu machen. Am ersten Wochenende standen Krippen eines Schwarzwälder Krippenbauers, Krippenzubehör und Holzfiguren aus dem Ottersweierer Geschäft von Sigrid Sickinger zum Verkauf parat. Am 2. Advent wurden Weihnachtsgeschichten erzählt, Engel und leuchtende Weihnachtsmänner gebastelt, in der Schmiede und in der Brennhütte wurde eingeheizt und Eisen bearbeitet bzw. das hauseigene „Schmiedewässerle“ gebrannt. Für das Museumsteam zwei anstrengende, aber auch bewegte und bewegende Wochenenden mit viel positiver Rückmeldung durch die Museumsbesucher.

Unser Dank gilt Elke Kraus für die Begleitung der Ausstellungseröffnung an der Zither, Michael Glass für die Lichterwanderungen, Jürgen Höll für die Lesung der Weihnachtsgeschichte und natürlich den Leihgebern der Krippen: Bertold Boy, Ewald Frey, Bernd Fritz, Michael Glass, Siegmar Häußler, Manfred Hils, Felix Karcher, Familie Lohmüller und Familie Schulz.

Ein weiteres ganz herzliches Dankeschön gilt all unseren ehrenamtlichen Helfern, die am Zustandekommen der Ausstellung mitgewirkt, bei den Vor- und Nachbereitungen geholfen und bei der Bewirtung, der Dekoration, am heimischen Backofen, an der Esse, am Brennkessel, an der Bastelschere etc. aktiv waren.
Ebenso ein Dank an die Mitarbeiter der Touristinformation: Alexandra Gartner, Lorena Pollidio, Tino Rettig, Elke Zimmermeyer. Auch sie haben im Vorfeld allerhand organisiert, abgestimmt, in Druck gegeben etc.
DANKE!

Das Programm zum Tal der  1000 Lichter finden Sie hier: Weihnachtsfolder BT_Internet_19 (1)

 


 

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